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Lungau > Bergsommer > Sommerfun > Segelfliegen im Lungau vom höchsten Alpenflughafen Österreichs in Mauterndorf

Sportflieger über den Segelflugplatz in Mauterndorf

Der Flugplatz Mauterndorf genießt durch die Lungauer Beckenlage einzigartig lange Thermikperioden. Außerdem laufen die schönen Lungauer Gebirgstäler aus allen Himmelsrichtungen direkt auf den Mitterberg zu. Genau dort wo der Flugplatz liegt. Die Lage birgt viele Vorteile. Zum einen kann man sich gut orientieren und der Mitterberg spendet immer Aufwind - ob thermisch oder Hangwind; zum anderen lassen sich beachtliche Basishöhen von 3500 Metern bis 4000 Meter abfliegen.

Auf zu neuen Horizonten

Dort oben ist es ein leichtes mal eben schnell die luftige Rennstrecke des Alpenhauptkammes zu nehmen. Mit ein bisschen Können und dem Wind als Begleiter sind Arlberg oder Wiener Neustadt die Wendepunkte auf einem wundervollen Langstrecken-Erlebnis, selbst zum Dachstein oder ins Pustertal gelangt man. Weniger Abenteuer und sportlicher Ehrgeiz, dafür majestätisches Gleiten und Ersteigen von Berggipfeln sowie gemächliches Abgleiten in der Abendluft, bietet die Kulisse rund um den Mauterndorfer Flughafen. Wobei bei Föhnlage, von der der Lungau dann und wann heimgesucht wird, mutigen Windreitern bei ihrem Höhenflug Sauerstoff anzuraten ist. Nahezu schwerelos geht es bei Windlagen wie im Fahrstuhl aufwärts, ansonsten sind als Startarten die Winde, FS oder eben der Eigenstart möglich. Frühstarter, die auf große Strecke gehen, werden auch schon morgens um halb Neun auf 800 Meter bis 1000 Meter gezogen, denn der Einstieg in die Gebirgsthermik ist am Morgen ebenso möglich.

Windenstart vom Alpenflughafen Mauterndorf

Ich bin frei

Die Haube schließt. Mein Helfer draußen ruft: „Aus!“, ich ziehe den gelben Knopf bis zum Anschlag, „Ein!“, erschallt es von draußen, ich lasse los und geräuschvoll rastet die Kupplung ein. Ein letzter Check. Seitenruder voll links, Knüppel etwas nach vorne, das Seil ist straff, und schon presst es mich in den Sitz. Nicht zu steil am Anfang, schon automatisch schaue ich nach rechts über den weißen Flügel, um meine Steigfluglage zu kontrollieren. Bei 50 Metern ziehe ich den Knüppel langsam bis zur optimalen Steigfluglage, Fahrt 100 km/h, sehr schön; Richtung halten, Faden wieder in die Mitte holen. Der Zug wird stärker, ich lasse den Knüppel etwas nach und bringe meinen Vogel in Normalfluglage und warte darauf, dass der Windenfahrer vom Gas geht. Kaum 2 Sekunden später ein lautes Klack, dreimal betätige ich zur Sicherheit den gelben Knopf für die Schwerpunktkupplung, und nun bin ich frei! Die Berge und Dörfer unter mir, der Blick über die Gipfel der Karwanken im Süden, des Nationalpark Hohe Tauern im Westen und die Niederen Tauern im Osten und am Horizont die Stadt Salzburg, diesen Anblick vergisst man als Flachländer nicht so schnell.

Man fliegt auf den Alpenflughafen Mauterndorf

Zurück auf den Flugplatz angekommen kann ich auf dem großzügigen Areal das Flugzeug aufgebaut lassen, in den Anhänger oder in eine geräumige Halle, die extra für Gastpiloten gebaut wurde, abstellen. Bei einer Erfrischung an der gemütlichen Schirmbar, denke ich dann das Titelbild von Jochen Kalckreuth´s „Segeln über den Alpen“. Es zeigt ihn in seinem Segelflieger über den Bergen des Lungaus an der Südseite der Schladminger Tauern. Wer mal Höhenluft schnuppern möchte in einem der besten Thermikfenstern Österreichs, fliegt auf Mauterndorf.


www.flugplatz-mauterndorf.at 


OSM, N47 08.0 E013 41.8 Frequenz 122,85 


MET per Telefax, AIS Salzburg (LOWS) 


Graspiste 820m x 25m, TORA 700m, LDA 700m 


Pistenrichtung 07 / 25, AUW 3,2 t zugelassen für M, MS, S 


Zollabfertigung (PPR), siehe Austria 7-2, Betriebsstoffe F3, Super 98 ock 


Streckenfluginfo: www.lungau-aktiv.at