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Lungau > Bergsommer > Sommerfun > Rafting

Rafting im Lungau im Salzburger Land

Momente, die den Atem rauben und gleichzeitig Lebendigkeit wecken

Waren wir nicht zum Wandern in die Lungauer Berge gekommen? „Neee!“, ertönt es einstimmig im Chor. „Wir wollen jetzt die Bergwelt von einer anderen Seite kennen lernen.“ Alles beginnt für uns dort, wo es endet: am Ausstieg. Dort zwängen wir uns in die Neoprenanzüge, die uns vor Kälte und spitzen Steinkanten schützen. Helm auf und ab in die Boote.

Ob Rafting nun was für Hartgesottene oder stille Genießer ist, werde ich jetzt herausfinden. Eine Rafting Tour ist ein Vergnügen. Passt man allerdings nicht auf, geht es auf Tauchfahrt. Aber vor allem ist Rafting ein Kampf, den man nur im Team besteht. Unser Raft ist relativ klein, acht Personen finden Platz. Bevor es los geht, ruft Firn Sepp, der Bootsführer, noch mal die gelernte Theorie in unser Hirn und befiehlt uns die erste Abkühlung. Brav legen wir uns in den kühlen Fluß, das Wasser strömt in den Anzug. „Damit ihr später keinen Schock bekommt und weiteratmen könnt“, kommentiert er unser Gejapse.

Rodeo auf dem Fluss

Am Anfang geht es ganz gemütlich zu. Im Kehrwasser der Felsen kommt das Boot zur Ruhe, wir finden Zeit, die Lungauer Natur zu genießen und paddeln synchron. Dann und wann halten wir an und klettern für einen Sprung ins Nass nach oben. Wir gleiten langsam dahin, bis wir das Rauschen vernehmen. „Vor uns muss ein mächtiger Wasserfall sein“, schießt es mir durch den Kopf und mein Verstand erinnert mich sachte, aber bestimmt, dass das nicht sein kann. Es ist nur eine Stromschnelle. Nur? Unser Raft bockt wie ein Rodeobulle und wir paddeln, bis die Milchsäure in unseren Muskeln schäumt. Während seiner Erklärung, dass wir schneller oder langsamer als die Strömung sein müssen, damit das Wasser nicht mit dem Boot macht was es will, brüllt unser Guide: „Vollgas Paddeln“, so laut, dass wir alle schon allein vor Schreck loslegen. „Wollt ihr links oder rechts vorbei?“, fragt Sepp. Diesmal haben wir keine Wahl und steuern auf eine malmende Gischtwolke zu. Ihr weißer Rachen läßt uns Paddeln und auf Sepps schnelle Kommandos prompt folgen. Wenn in einer kritischen Passage jemand vorn rechts nicht durchzieht, kann ein anderer hinten links ganz schnell über Bord gehen. Ein Raft kentert selten, doch auszuschließen ist es nicht.

Soca

Während am Lagerfeuer der Adrenalinkick allmählich wieder absackt, haben wir noch immer ein breites Grinsen im Gesicht, das sich schnell in Neugier verwandelt als Sepp uns von der Soca im Nordwesten Sloweniens vorschwärmt. Der beliebte und bekannte Wildwasserfluss schlängelt sich als kristallklares oder türkisfarbenes Wasser an Felsen, Klammen und Schluchten vorbei und ist als Vamp verschriehen – mal verführerisch, mal tückisch.