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Oldie-Skifahren

Urige Gestalten, Skiausrüstung mit Seltenheitswert und Gaudi beim Nostalgieskifahren

Strahlender Lungauer Sonnenschein unterstützt mal wieder die Teilnehmer und Zuschauer an diesem Tag, als im hinteren Murtal der Ferienregion Lungau auf 1400 Meter Seehöhe das nostalgische Oldie Skifahren stattfindet. Ausgestattet mit den neusten Hightech-Fasern stampfen wir Richtung Blasnerhof. Zahlreiche urige Gestalten kommen uns in Skikleidung von anno dazumal entgegen. Auf den Schultern ewig lange Holzskier. Vom Scheitel bis zur Sohle in Originalausrüstung samt Lodenoutfits zaubern die Nostalgie-Sportler historisches Flair an diesen Ort. Ein bisschen schwirrt sportlicher Ehrgeiz durch die Luft, aber vor allem steht der Spaß im Vordergrund. Im Hintergrund jedenfalls gibt der 300 Jahre alte Hof die perfekte Kulisse zu diesem Ereignis. Und endlos schweift der Blick über die glitzernden Schneekristalle auf die atemberaubenden Lungauer Berge.

Lungauer Nostalgie-Skifahrer sind unschlagbar!

Das Rennen findet unter historischen Bedingungen statt und die Ausrüstung der Skifahrer richtet sich streng danach. Wir fragen uns bereits besorgt, wie sich so lange Holzski ohne Stahlkanten überhaupt um die Fahrmale lenken lassen. Jawohl, keine Tore, sondern Fahrmale sind heute die zu umfahrenden Hindernisse. Dazu die historischen Skibindungen für Lederschnürschuhe – fröstelnd starren wir auf unsere modernen Goretex-Daunen-Stiefel, die jeder Polwanderung standhalten würden. Doch die Teilnehmer sind gut gelaunt und bringen sich in Startposition.

Der Schnellste gewinnt!

Damals wie heute immer noch das gleiche Motto. Die Holzbretteln ohne Kanten sind nur schwer zu führen. Bienenwachs macht sie glatt und geschmeidig. Der deutlichste Unterschied zur heutigen Abfahrtechnik erkennt man mit einem Blick: Damals war die Einstocktechnik modern. Mit einem fast zwei Meter langen Stock fahren die Teilnehmer tatsächlich einer nach dem anderen hinunter. Die Spitze immer bergseitig, dient das Ungetüm in erster Linie zum Halten des Gleichgewichtes. Zusätzlich erlaubt die Einstocktechnik auch die sogenannte Schenkelbremse. Sieht aus wie Hoppehoppe Reiter auf dem Besenstil, doch auf dem Stock wird nicht geritten, sondern auf diese Art und Weise gebremst. So konnten früher enge Hohlwege in dosierter Geschwindigkeit durchfahren werden. Bogen für Bogen stemmen sich die engagierten Skifahrer Richtung Ziel. Und bis auf ein paar kleinere Blessuren gehen auch hier die meist spektakulären Stürze glimpflich aus.