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Lungau > Der Lungau > Top Sehenswürdigkeiten > Lungauer Lehrpfade > Der Mühlenweg in Zederhaus zeigt zahrleiche erhaltene Mühlen und wie diese die Versorgung des Ortes sicherstellten

Der Zedehauser Mühlenlehrpfad

Es klappert wieder! Viele Jahre war es am Dorfergraben still, aber nun klappern sie wieder!
Vier der einst neun Mühlen im Graben wurden renoviert und darin die Ausstellung "Mühlen-Leben" eingerichtet. Der Mühlenweg - ausgehend von der Ortschaft Zederhaus - verrät auf dem ca. 1,5-stündigen Rundwanderweg an fünf Stationen viel Interessantes über Mühlen.Früher wurden die Bauernmühlen an den wasserführenden Gräben oft dicht hintereinander stehend errichtet. Sie durften nur für den Eigenbedarf der Bauernfamilie verwendet werden. Von den ehemals 70 Mühlen im Zederhaustal sind noch 11 erhalten. Zwei Landwirte nutzen sogar heute noch ihre Mühlen zum Schroten von Getreide. Zur optimalen Kraftausnutzung waren die Blockbauten mit einem oberschlächtigen Wasserrad ausgestattet.

Essermühle/Kindermühle

Die Essermühle ist die unterste der noch vorhandenen Mühlen am Dorfergragen und ist voll funktionstüchtig. Im Inneren wird dem kleinen Besucher erklärt wie das Korn zum Mehl verarbeitet wird. Doch die Kinder der Volksschule Zederhaus sind nicht nur gern gesehene Gäste in der Mühle, sie haben auch an der Gestaltung der Ausstellung "Vom Korn zum Brot" tatkräftig mitgewirkt.
Wann genau die Mühle erbaut wurde ist heute leider nicht mehr nachvollziehbar, da sie von vielen schweren Unwettern heimgesucht wurde und schwer beschädigt worden ist. Es handelt sich um eine gezimmerte Mühle mit Kopfschrotverbindungen. Den Eingang zur Mühle findet man auf der taleinwärtsgerichteten Giebelseite. Das Vordach soll das Mühlrad vor Witterungseinflüssen schützen. Der Giebel der Mühle ist mit Brettern verschalt, wo teilweise noch Holznägel verwendet worden sind. Gerinne, Mühlrad und Mahlgang sind vorhanden.

Bartlmühle/Märchenmühle

Mühlen haben im Märchen eine wichtige Bedeutung. Hier kann man ein neues Zederhauser Mühlenmärchen sehen und hören. Die Kinder der dritten Klassen der Volksschule Zederhaus gestalteten die Bartlmühle innen im Schuljahr 2000/01.

Bartlkasten

Hier wird der Ackerbau im Zederhaustal vorgestellt. Es gibt verschiedene Getreidesorten zum Anfassen und man kann raten, was der Bauer als Selbstversorger alles produziert hat. Der Kasten wurde wahrscheinlich 1905/06 von italienischen Maurern errichtet. Er ist auch heute noch voll funktionsfähig und in Verwendung.

Im Erdgeschoß wird vorgestellt, wie der Ackerbau im Zederhaustal vor sich gegangen ist. Es gibt verschiedene Getreidesorten zum Anfassen und man kann raten, was der Bauer als Selbstversorger alles produziert hat. In der Getreidetruhe findet man verschiedene Getreidesorten, Bohnen und Flachs; darüber hängen die gebündelten Garben und jeweils ein Produkt aus diesem wertvollen Rohstoff. Außerdem gibt es eine kurze Beschreibung der Pflanzen und ihre Verwendung in Zederhaus.

Zaunermühle

Auch in dieser Mühle kann wieder fleißig gemahlen werden. Viele Fotos vermitteln hier die Faszination, die von Mühlen ausgeht.. Im Winter 2000/01 wurde die Zaunermühle neu aufgebaut. In der Mühle kann der Mahlvorgang mitverfolgt werden. Die Arbeitsschritte sind mit Lampen ausgestattet. So kann jeder Vorgang beobachtet werden. Zusätzliche Informationen erhält man über die Klapptafeln, hinter denen sich die interessante Information befindet.

Walchergut

Im Haus ist ein alter Brotbackofen vorhanden, in dem auch heute noch Brot zubereitet wird. Nach Voranmeldung kann man beim Backen helfen und zu sehen. Ein Ausstellungsraum zeigt verschiedene Handarbeiten, Holzschnitzereien, Keramiken und Bauernmalereien von Zederhauser Künstlern.Im 1.Obergeschoß erhält der Besucher zusätzliche Informationen zum Waldlehrpfad in Zederhaus. In alten Holzstöcken kann man das Leben der Honigbienen verfolgen. Bereits um 1603 soll hier eine "Walchstampf" (Lodenstampf) betrieben worden sein und dem Haus seinen Namen gegeben haben. Heute sind darin die alte Schmiede, eine Brotbackstube, eine Imkerschau und waldkundliche Räume untergebracht.

Jakoberkasten

Im kleinen, frisch renovierten Jakoberkasten sieht man die alten Mehltruhen mit den verschiedenen Mehl- und Schrotsorten - natürlich wieder zum Anfassen und Kosten! Im Inneren der Mühle werden die Lungauer Troadkästen und ihre Funktionen erläutert. Eine Tafel zeigt wie die Troadkästen zur Aufbewarung landwirtschaftlicher Geräte und Lebensmittel genutzt wurden. Diese Dinge waren dort sicher vor Feuer und Mäusen. Weiters findet man Wissenswertes über die Verarbeitung von Mehl und die Ordnungsgemäße Lagerung.