Newsletter

Wollen Sie aktuelle Informationen, dann melden Sie sich zum Lungau.travel-Newsletter an.

Anmelden

Lungau > Bergsommer > Sommerfun > Wandern Trekking > Klettern und Bergsteigen in den Lungauer Tauern

Klettern und Bergsteigen in den Lungauern Tauern

Wenn der Spaß dort anfängt, wo er für den normalen Gebirgswanderer aufhört, beginnt jenseits der ausgebauten Wanderwege die Herausforderungen, sich in unwegsamen Gelände, Eis und Felsen dem Berg zu stellen. Es empfiehlt sich, mit einfachen Touren in den Niederen Tauern in der Ferienregion Lungau zu beginnen und allmählich die Schwierigkeit zu steigern. So lernt man wortwörtlich „laufend“ dazu und erlangt Sicherheit und Souveränität im Bergsteigen und Klettern. Das eigentliche Klettern lässt sich natürlich in vielen Varianten betreiben, selbst ohne Gebirge der Niederen und Hohen Tauern an den vielen Kletterwänden im Lungau zum Beispiel. An denen haben wir uns zwar warm geklettert, die verschiedenen Griffe geübt, über die besten Abklettermethoden philosophiert und uns die Dreipunktregel eingebläut. Aber letztendlich rufen uns die Felsen der Tauern und nicht die Halle!

Trittsicher und schwindelfrei?

Vor dem großen Tag dürfen wir uns selber testen. Trittsicher meint eine gewisse Erfahrung vom Gehen im Gebirge. Schwindel hingegen ist eine Reaktion des Körpers auf große Höhen, wenn der Gleichgewichtssinn durch die für unser Gehirn ungewohnten Orientierungspunkte verwirrt wird. Mit etwas Übung kann man die Schwindelfreiheit erlernen. Na ja, ein bisschen Übung ist wohl noch nötig, aber wir wollen ja auch nicht gleich ins Himalaja, sondern mit einer geführten Klettersteigtour in den malerische Niederen Tauern und in den Nationalpark Hohe Tauern. Trotzdem bekommen wir noch eine Einweisung in die richtige Bremstechnik, falls wie auf einen verharschten Schneefeld ins Rutschen kommen sollten: Schön auf den Bauch legen und mit Armen und Fußspitzen in den Boden stemmen. Natürlich fehlt es bei unserer Premiere nicht an schönem Wetter, vielen Karabinern, Knotentechniken und Seilen. Und schon gar nicht an dem Gefühl, dass der Berg uns ruft. So einen Drang hat unsere Gruppe aus Neulingen selten verspürt. Unser Bergspezialist schmunzelt. Da hinauf? Über diese Felsen?

Wenn ich ein Vöglein wäre!

Etwas, nein eigentlich, sehr ungläubig versucht mein Auge an der grauen Wand einen Griff auszumachen, einen kleinen Absatz. Aber da ist nichts. Außer dem Drahtseil ist da gar nichts. „Wenn ich ein Vöglein wär...“, schießt es mir durch den Kopf. Aber mein Gedanke wird jäh unterbrochen. „Stemmen!“, kommandiert Josef von der Alpinschule Firn Sepp. Dann ruft er „ Reibung, Reeeeeeeeeeeibung!“, und macht es auch gleich vor. So schwierig schaut es jetzt gar nicht mehr aus. Ich packe das Seil und hänge mich nach außen und wandere an der glatten Wand schräg nach oben. Begleitet vom „KlickKlick“ des Klettersteigsets. Bis ich auf dem ersten Eisenbügel stehe. Schlüsselstelle heißt so eine Adrenalinpassage in der Fachsprache. Der Schlüssel in diesem Fall ist die richtige Technik. Mit roher Gewalt kommt man nicht weit. Nur mit dem korrekten Einsatz von Fuß und Hand kann man die Gravitation ein paar Sekunden außer Kraft setzen. Klettersteiggehen ist aber keine permanente Attacke gegen die Naturgesetze. Ganz im Gegenteil. Die Eisenwege, wie die mit Drahtseil gesicherten und künstlichen Tritten und Griffen entschärften Kletterrouten genannt werden, verlangen nach althergebrachtem Klettern. Dabei dient das Drahtseil am besten nur zur Sicherung. Das erforderliche Wissen haben wir ja erworben und sind mächtig stolz unseren ersten Klettersteig im Lungau bewältig zu haben.

Hochseilgarten Katschberg

Im Juni 2009 eröffnet der ganz neu angelegte Abenteuerpark mit Hochseilgarten am Katschberg. Der Parcour mit vorerst 30 Plattformen führt durch die Baumwipfel und fordert viel Geschick und vor allem Mut. Adrenalin, Action und Spass werden natürlich auf den einzelnen Seil- und Holzelementen garantiert.

Das Besondere am Abenteuerpark auf dem Katschberg: für jede Altersstufe sind eigene Herausforderungen gebaut – so kommen sämtliche Semester auf ihre Kosten.