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Lungau > Winterurlaub > Winterfun > Im Lungau ist Eisstockschießen ein traditioneller Wintersport.

Mit dem Stock übers Eis

Im Lungau wie im ganzen alpenländlichen Raum ist Eisstockschießen ein traditioneller Wintersport und gehört im Winter zum gesellschaftlichen Leben wie zu einem Urlaub ganz einfach dazu. Als trendige Abwechslung zur Skipiste bietet Eisstockschießen Spaß, Bewegung an frischer Winterluft und sportlichen Wettkampf für jedes Alter.

Die Sonne lacht, der Himmel strahlt und die Kälte kitzelt an der Nase, das ist genau der richtige Zeitpunkt für eine Runde Eisstockschießen meint Rudi vom Lifestyle-Hotel Wastlwirt und drückt mir einen Eisstock in die Hand. Neugierig schlurfe ich in meinen warmen und rutschfesten Winterstiefeln los. „Historisch gesehen gehört das Eisstockschießen zu den ältesten Wintersportarten überhaupt und scheint im 13. Jahrhundert das erstmals in Skandinavien erwähnt worden zu sein“, begrüßt mich und viele andere der Hotelier. „Bitte verwechseln sie diesen Sport nicht mir Curling!“, macht er uns noch aufmerksam. Wie auch, denke ich mir, da werden doch Steine aus schottischem Granit mit fast 20 Kilo Gewicht gespielt. Hier halte ich einen ungefähr 5 Kilo schweren Holzstock mit einer Laufsohle am Stiel fest und starre gebannt auf eine etwa 30 Meter lange Eisbahn, die etwa 5 Meter breit ist. Unwillkürlich muss ich ans Kegeln denken.

Auf die Taube

„Heutzutage wird beim Eisstockschießen professionell um Meistertitel gekämpft“, klärt uns unser Lehrer auf und schwingt dabei harmonisch seinen Arm mit der Wurfhand, um den Eisstock gekonnt in Richtung Ziel am anderen Ende der Bahn zu befördern. Der dazugehörige Ausfallschritt erinnert doch ein wenig ans Kegeln. Nur warten am Ende nicht neun Kegel, sondern eine Taube – ein Holzklotz mit etwa 12 cm Durchmesser – auf die gezielt wird.

Aufwärmrunde inkludiert

Wir Neulinge üben eifrig unseren Stock möglichst nahe an die Taube zu spielen. Scheinbar stellen wir uns alle ganz geschickt an, denn schon werden wir in zwei Mannschaften formiert und versuchen nicht nur unsere eigenen Stöcke gut zu platzieren, sondern die der Gegner von der Taube wegzuschießen oder die Lage der Taube durch einen Anstupser mit dem gespielten Stock günstig für unsere Mannschaft zu verändern. Die Taktik gibt dabei der Moar mit seinem Stab an. Rudi schlüpft für uns in diese wichtige Rolle und zeigt uns auch gleich wie aufwärmend zwischen den Spielen ein herzhaftes Stamperl ist, was natürlich nicht fehlen darf.