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Immaterielles Kulturerbe

Immaterielles Kulturerbe wird von einer Generation an die nächste weitergegeben, fortwährend neu gestaltet und vermittelt den Gemeinschaften ein Gefühl von Identität und Kontinuität. Im Lungau gibt es gleich mehrere von der UNESCO anerkannte immaterielle Kulturerben, u.a. ist dies das Samsontragen und die Vereinigten zu Tamsweg.

Das Gänseblümchen

Vor fast 2000 Jahren nannte der Römer Plinius das Gänseblümchen 'bellus', das heißt: hübsch oder sehr schön. Seitdem trägt es die botanische Bezeichnung 'Bellis perennis'. Auch die Gemswurz war bereits bei den römischen Legionären, wegen seiner entspannenden Wirkung auf erschöpfte Füsse, bekannt. Bald werden wir die weißen Schönheiten auch auf unseren Wiesen entdecken.

Der Speick

'Mit dieser Pflanze wird großer Handel getrieben. Man räuchert damit; man mischt sie unter Rauchtabak , man versendet sie in ferne Länder; sogar bis in den Orient. Eine besondere Klasse von Menschen, die Speickgräber mache die Einsammlung dieser Pflanze zu ihrem ordentlichen Gewerbe, und bezahlten dafür jährlich eine bestimmte Abgabe.' (Linz, 1839)

Die Kalte Sophie

Die heilige Sophia, auch Sophia von Rom genannt, soll wegen ihres Glaubens unter Diokletian den Martertot erlitten haben. Sie wurde in Rom bestattet, Teile ihrer Reliquien liegen aber inzwischen in Straßburg. Dargestellt wird ‚Sophie‘ als junge Frau mit Palme, Trog und Buch oder Schriftrolle, manchmal auch mit einem Schwert. Sie ist Patronin für das Wachsen und Gedeihen der Feldfrüchte und soll gegen Spätfröste helfen.

Der Heilige Bonifatius

Der Heilige Bonifatius ist der vierte der Eisheiligen - Es heißt, er habe eine wilde Jugend verbracht, und er blieb sein Leben lang überzeugter Junggeselle.Dargestellt wird Bonifatius sowohl als Jüngling als auch als bärtiger Greis, und als Märtyrer in siedendem Pech.

Der heilige Servatius

Er war Bischof von Tongern (Belgien). Man erzählt sich viele Legenden über ihn, so hat er angeblich seine Bischofswürde direkt von einem Engel empfangen, und wenn er predigte, so sollen das alle seine Zuhörer in ihrer Muttersprache verstanden haben. Er ist Patron der Schlosser und Tischler und soll bei Rheuma, Fieber, Fußkrankheiten von Mensch und Vieh, Frost, Mäuse- und Rattenplagen helfen und allgemein für gutes Gelingen sorgen.

Die Eisheiligen

Fast jedes Jahr findet in dieser Zeit eine Kälteperiode statt, an denen sogar noch Nachtfröste stattfinden können. Die Menschen haben dieses Phänomen, das früher wohl noch mit größerer Regelmäßigkeit aufgetreten ist, schon sehr lange beobachtet und in den "Bauernregeln" festgehalten. Auch heute noch richten sich die meisten Gärtner danach und bringen empfindliche Pflanzen erst nach den Eisheiligen ins Freie. Am 11.Mai beginnen die Eisheiligen mit Mamertus, heute am 12. ist der Heilige Pankratius dran.